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Textarchiv Hier finden Sie ausgewählte Beiträge (Aufsätze, Essays, Vortragsskripte u.ä.) von einzelnen AutorInnen zu Themen und (teilweise) ortsbezogenen Aspekten kritischer Theorie und Wissenschaften. Zusendung eigener Beiträge sind jederzeit willkommen!
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Die Unis brennen - was noch? |
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Textarchiv
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Sonntag, 8. November 2009 |
Oder: was eine Demokratisierung der Hochschulen mit Opel zu tun hat Anlass des folgenden Kommentars zu den aktuellen Entwicklungen nicht nur in Österreich, sondern vor allem auch in Heidelberg sind zwei kurze Notizen, die wohl unbemerkt durchs Netz bzw. über einen der diversen Verteiler huschte. Die erste Notiz - ein Kommentar zu einem Bildungsstreik-Youtube-Video: Schlecht! Da singt er auch noch: "[...] sie reden nur vom Wettbewerb, von Eliten [...]", dabei sind ja gerade Studenten bestrebt, sich durch ihr Studium bessere Chancen am Arbeitsmarkt zu erarbeiten, um später finanziell und wirtschaftlich besser dazustehen. Studenten bekommen BAFÖG, damit sie einmal zur "Elite" gehören und regen sich noch auf. Die sollen erst mal lernen, was es heißt, zu arbeiten. Die zweite Notiz - eine Verteileremail eines studentischen Protestlers mit der rhetorisch ablehnenden Frage, was denn die Hochschule mit Opel zu tun habe. Beide Notizen stimmten mich nachdenklich. Und ich möchte v.a. auf die Frage des Kommilitonen in drei knappen Schritten reagieren, denn ich glaube (besser: fürchte), sie ist derzeit (wieder) symptomatisch für einen Großteil der neu anlaufenden Studierendenproteste insb. in Deutschland.
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Jenseits des bildungspolitischen Tunnelblicks |
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Mittwoch, 28. Oktober 2009 |
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(erschienen als Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, am 23.07.2009) Die schwarz-rot-gelbe Bildungspolitik von Bund und Ländern der vergangenen Jahre kennzeichnet ein Tunnelblick: Sie ist nicht geleitet von einem explizit formulierten Konzept dessen, was Bildung für unsere Gesellschaft bedeuten könnte und sollte, sondern implizit überwiegend von ökonomisch-bürokratisch orientierten Überlegungen. Die Auswirkungen ihrer diversen Reformen für die tatsächlichen Lehr- und Lernbedingungen vor Ort sind den bildungspolitischen Akteuren weitestgehend unbekannt. Die Betroffenen fühlen sich dabei häufig als lehrende „Produzenten" oder belernte „Produkte" herabgesetzt und nicht als die „Zukunft unserer Gesellschaft" ernst genommen.
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Nicht für die Schule / Uni lernt man, sondern für ... die Demokratie? |
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Textarchiv
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Donnerstag, 16. April 2009 |
Zum Verhältnis von Demokratie und Bildung Was soll das denn? Nicht für die Schule.., Leben! Demokratie? Wieder eine der Alt-68er Marotten, nur heute von anderen aufgewärmt, weil die Steinewerfer von damals heute längst ihre Hosen an haben? Demokratie! Dieses hehre Wort, dieses leere Wort. „Demokratie“ haben wir mit Bush im Irak, also Krieg, Leid, Tote, politische und soziale Instabilität, Rechtlosigkeit, Ressourcenausbeutung. „Demokratie“ haben wir im Kongo, nur dieses mal demokratisiert Europa. „Unsere“ Demokratie? Also „Wählen-gehen“? – Wieso sollte man „lernen“, um Wählen zu gehen? Fragen über Fragen. Und ich will doch einfach nur lernen.
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Organisierung demokratischer Bildung |
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Montag, 12. Januar 2009 |
Organisierung demokratischer BildungKritik der Verhältnisse und GegenentwurfStreitschrift zur Gründung eines Instituts für demokratische Bildung Herausgegeben 2009 von
Komitee für Grundrechte und Demokratie Heidelberger Forum für kritische Theorie und Wissenschaft Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Kritische Initiative Heidelberg Linkswärts e.V. Mainz
VorwortEin Hilferuf geht durch die Gesellschaft: Der „Bildungsnotstand“ wird ausgerufen. Die Regierungen sind alarmiert. Sondersitzungen werden einberufen, Kommissionen aus SchülerInnen und Studierenden, Eltern, Lehrenden und Forschenden eingesetzt. Der Finanzminister zögert nicht. 500 Milliarden Euro Soforthilfe für den Aufbau neuer Schulen und Universitäten, Fortbildungszentren für Arbeitnehmer- Innen, Bildungsforen zur Entwicklung zeitgemäßer Lehr-Lernformen. Langfristige finanzielle Absicherung von Bildungseinrichtungen kleiner und mittlerer Größe, geringer Bürokratie und hoher sozialer Durchlässigkeit. Nicht von heute auf morgen, die Regierungen sehen realistisch, aber die Richtung ist klar. Nach fünf Jahren des Um- und Aufbaus Aufatmen: Die statistische Politikverdrossenheit nähert sich ihrem Jahrhunderttief, die Bürgerinnen und Bürger verstehen, kontrollieren und gestalten ihre soziale Umwelt. Gesellschaftliche Innovationen durch demokratische Bildung. Hiervon sind wir weit entfernt. Bildung wird heute vielmehr sozial segregiert, elitär organisiert und allein auf seine Verwertbarkeit „gerankt“. Bildung wird nicht als Menschenrecht begriffen, mehr noch: die Fähigkeit, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, die Rechte und Pflichten als BürgerIn in einer demokratischen Gesellschaft zu verstehen und mitzugestalten, wird von den Eliten des Landes als überflüssig, wenn nicht gar lästig empfunden. Würde „Bildung als Menschenrecht“ ernst genommen, man herrschte nicht von hohen „Bildungsgipfeln“. Aus diesem Grunde fanden sich im November 2008 verschiedene Initiativen kritischer Wissenschaft in Heidelberg zusammen, um aus der Kritik der bestehenden Bildungsverhältnisse heraus alternative Realisierungsformen demokratischer Bildung zu diskutieren. Es gilt, die Passivität in innerinstitutionellen Reformversuchen gleichwohl wie die Machtlosigkeit gegenüber landes- und bundespolitischen Entscheidungen zu überwinden und progressiv Alternativen zu entwickeln. Erste konzeptuelle Überlegungen hierzu möchten wir auf den folgenden Seiten der Diskussion stellen: In einem ersten Teil (A.) werden gesellschaftliche Bildungs- und Demokratieprozesse als Einheit herausgearbeitet und in einem daran anschließenden zweiten Teil (B.) am Beispiel der Universitäten konkretisiert. Im dritten und letzten Teil (C.) möchten wir schließlich erste organisatorische Konsequenzen vorstellen, kurz-, mittel- und langfristig eine Institution für demokratische Bildung zu etablieren. Die vorliegende Broschüre richtet sich an Lehrende wie Lernende gleichermaßen und hofft auf Gleichgesinnte, das Skizzierte weiter zu fundieren und in eine Realität der demokratischen Bildung umzusetzen.
Dezember 2008 Die AutorInnen und HerausgeberInnen
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Abschlussthesen: Allmende-Politik (von Prof. Dr. Kristian Hungar) |
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Montag, 29. September 2008 |
Allmende-Politik: Thesen bzw. Ideenskizze
Kristian Hungar, HD 2008-07-07, ergänzt 2008-09-20
Es geht um die Frage, ob auf den zur Zeit neu entstehenden Feldern - der Informationstechnologie und -ökonomie und - der Gentechnologie und -ökonomie, analog zum wenig älteren Feld - der Umwelttechnologie und -ökonomie
eine Politik der Allmende, d.h. der selbstverwalteten Nutzung von Ressourcen, denkbar und auch zu verwirklichen ist.
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Abschlussbericht: Wissensallmende (Von Martin Hölz) |
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Textarchiv
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Montag, 21. Juli 2008 |
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Zwischenbericht von Martin Hölz zum vierten Treffen des Lektürekreises zum Thema „Allmende“ bei Prof. Kristian Hungar am 07.07.2008.
Thema: "Wissensallmende" von Sebastian Bödeker, Oliver Moldenhauer und Benedikt Rubbel (VSA-Verlag; auch als kostenlose Onlineressource )
Diskussionsgrundlage des Lektürekreises zum Thema „Allmende“ des Heidelberger Forums für Kritische Theorie und Wissenschaft war erneut der attac – Basistext „Wissensallmende“, und zwar dessen letzte Kapitel zur volkswirtschaftlichen Betrachtung geistiger Monopolrechte, ihrer ökonomischen Bedeutung und den von der Arbeitsgruppe angebotenen Alternativen.
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Konzeptionelle Überlegungen zur Gründung einer „Bundesstiftung für demokratische Bildung“ (BdB) |
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Textarchiv
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Mittwoch, 16. Juli 2008 |
Arbeitspapier als erste (interne) Diskussionsgrundlage; Friedemann Vogel (06.06.2008)Entstanden in Folge eines Forum-Blockseminars zum Thema "Kritik universitärer Lernprozesse. Organisatorische Formen und Inhalte einer demokratischen Bildungsakademie" mit Wolf-Dieter Narr (10.05.2008). Kritik ist die Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden (Michel Foucault, 1992) 1 Ausgangssituation / Einstimmung. Vorweg: An dieser Stelle geht es mir nicht um eine umfassende Kritik der aktuellen Situation, sondern adressatenspezifisch um eine kurze Skizze der meines Erachtens beiden Hauptge-sichtspunkte mit dem Ziel, die Problematik in Erinnerung zu rufen (für systematischere, insb. historische Betrachtungen sei die bereits in mehreren Auflagen erschienene Streitschrift „ Wider die restlose Zerstörung der Universität “ Wolf-Dieter Narrs ans Herz gelegt):
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